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CFD Trading lernen: Anleitung
Sie möchten CFD Trading lernen ohne zahlreiche Bücher mit komplexen und unnötigen Informationen zu lesen? Dann ist diese kurze Anleitung genau richtig.
Wir zeigen, was Sie zum Start wissen müssen.
Kann man CFD Trading lernen?
Die kurze Antwort auf diese Frage lautet JEIN. Die ausführlichere Antwort hingegen unterscheidet zwischen dem Lernen der Funktionsweise des CFD Trading und dem Lernen von profitablen CFD Trading. Profitables CFD Trading erlernt man generell nur durch Erfahrung. Doch die Dauer der benötigten Erfahrung kann mit diesem Ratgeber wesentlich minimiert werden.
Warum? Weil in diesem Artikel die wichtigsten Grundlagen erklärt und Tipps aus den Erfahrungen echter CFD Trader bereitgestellt werden. Sie müssen die Erfahrungen also nicht unbedingt selber machen, weil sie von vielen anderen Tradern schon längst gemacht wurden. Daher sollten Sie diesen Ratgeber lesen, bevor Sie mit dem CFD Trading starten. Es erspart viel Zeit und möglicherweise auch Geld.
5 wichtige Tipps zum CFD Trading lernen!
Wenn Sie CFD Trading lernen wollen, müssen Sie zu Beginn wissen, dass mehr als 60% ihr eingesetztes Kapital teilweise oder ganz verlieren. Die restlichen 40% aber verdienen gutes Geld damit.
- Sie möchten auch zu den erfolgreichen CFD Tradern gehören?
- Dann müssen Sie folgende Tipps und Tricks des CFD Handels berücksichtigen:
TIPP 1: VORSICHT BEIM CFD HANDEL MIT HOHEM HEBEL
CFDs (Contracts-For-Difference) werden oft mit Hebel (Leverage) gehandelt. Das bedeutet, dass bereits mit minimalen Einzahlungsbeträgen eine große Summe im CFD Markt getraded werden kann. Dies kann aber sowohl gut als auch schlecht sein: Kaufen Sie beispielsweise mit einem Eigenkapital von 1.000 Euro einen DAX CFD mit Hebel 20, so traden Sie insgesamt beachtliche 20.000 Euro im DAX CFD.
Somit stellen CFDs auf den ersten Blick natürlich eine gute Möglichkeit dar, schnell ganz viel Geld zu verdienen. Denn steigt der DAX um 2%, würde der Gewinn des CFD Trades bei 400 Euro liegen (20.000 Euro * 2% = 400 Euro Gewinn). Aber Vorsicht, fällt der DAX um 2%, ist der Verlust ebenfalls 400 Euro. Bezogen auf das eingezahlte Eigenkapital von 1.000 Euro entspricht dies einen Verlust von 40%.
TIPP 2: WÄHLEN SIE DEN RICHTIGEN CFD ANBIETER AUS
In dieser Kategorie kann der CFD Broker Vergleich wertvolle Informationen und Erfahrungen liefern. Dies ist sehr wichtig, denn bereits die Wahl des richtigen Brokers entscheidet oft über die Chancen, profitables CFD Trading zu erlernen. Bei der Wahl ist es wichtig, dass es keine Ausfälle der Trading Plattformen gibt, ein umfangreiches Lern-Center angeboten wird und die gewünschten CFD Produkte im Sortiment sind.
Wie im aktuellen CFD Trading Anbieter Vergleich ersichtlich, kann Plus500 diesbezüglich sehr gut abschneiden.
Generell gilt: Um CFD Anbieter zu werden, müssen strenge Lizenzen, Auflagen und Regulatorien eingehalten werden. Demnach werden alle Anbieter streng überwacht, wodurch Betrugsversuche nahezu ausgeschlossen sind. Ein gewisses Grundvertrauen gegenüber den Anbietern kann daher entgegengebrach werden.
TIPP 3: BESTIMMEN SIE DEN TRADEAUSGANG BEREITS VOR ERÖFFNUNG DES TRADES
Das bedeutet, dass bereits beim Einstieg bzw. der Eröffnung des Trades der Ausstiegs preis festgelegt werden sollte. Dies soll sowohl im positiven (Take Profit Preis) als auch im negativen Fall (Stopp Loss Preis) gemacht werden. So kann sichergestellt werden, dass der mögliche Verlust oder Gewinn des Trades bereits vor der Eröffnung feststeht und damit keine ungewünschten Verluste entstehen können.
TIPP 4: SEIEN SIE PSYCHISCH STARK UND HANDELN SIE STETS ÜBERLEGT
CFD Trading lernen ist stark von psychologischen Faktoren abhängig. Haben Sie beispielsweise gewusst, dass der Mensch Verluste wesentlich stärker empfindet als Gewinne in der gleichen Höhe? Oder dass man bei Vorhandensein einer eigenen Meinung tendenziell nur jene Informationen wahrnimmt und sucht, die der eigenen Meinung entsprechen und diese auch untermauern?
Passen Sie beim CFD Trading auf, dass Sie diesen Fehlern nicht unterliegen. Akzeptieren Sie Verluste und greifen Sie möglichst wenig in bereits eröffnete Positionen ein.
Daher noch einmal der Hinweis: Bestimmen Sie den Trade bereits bevor die Positionen eröffnet werden. So können Sie Fehler der Psyche während der offenen Position minimieren. Nahezu alle erfolgreichen CFD Trader wenden dieses Prinzip an.
TIPP 5: NOTIEREN SIE SICH IHRE ALLE IHRE TRADES UND LERNEN SIE DARAUS
Führen Sie ein Trading Tagebuch, in dem alle Trades inkl. Eröffnungskurse, Stop Loss Kurse, Take Profit Kurse und Trading Ideen enthalten sind. Notieren Sie zusätzlich, ob während des Trades in die ursprüngliche Idee eingegriffen wurde oder nicht. Sie werden sehen, dass jene Trades, bei denen Sie eingegriffen haben, mit wesentlich niedrigerer Wahrscheinlichkeit profitabel sind.
Hauptgrund des Trading-Tagebuches ist es aber, nach einer gewissen Zeit die profitabelsten Ideen zu identifizieren. So wissen Sie beispielsweise, dass ihre Trading Ideen im Dax CFD mit gleitenden Durchschnitten wesentlich profitabler sind als beispielsweise Trading Ideen mit dem RSI Indikator.
In weiterer Folge sollte man sich dann nur auf jene Trades fokussieren, bei denen man historisch die besten Ergebnisse erzielt hat. Dies soll auch dann eingehalten werden, wenn nur noch wenige Signale pro Tag oder pro Woche übrigbleiben. Fokus und Konsequenz ist hier angesagt.
CFD Trading lernen – wichtigste Begriffe!
Bevor Sie mit dem CFD Trading beginnen, sollten die die Bedeutung der wichtigsten Trading Begriffe kennen lernen. Nachfolgend sind die essentiellsten Fachwörter aufgelistet und kurz beschrieben:
CFD Instrument: Ein CFD ist ein Contract-For-Difference, also ein Differenzkontrakt. Es handelt sich dabei um ein Derivat, das den Kurs eines gewissen Basiswerts (z.B. DAX Index) bestmöglich nachbilden soll. Gebildet werden CFDs direkt vom jeweiligen CFD Broker. Der Vorteil von CFDs ist zweifelsohne die Möglichkeit, mit Leverage (Hebel) zu arbeiten.
Over-the-counter (OTC): CFDs werden generell nicht an der Börse gehandelt, sondern OTC. Das bedeutet, dass das Geschäft direkt mit dem jeweiligen CFD Broker abgeschlossen wird. Der Nachteil dabei ist, dass Sie von der Preisstellung des Anbieters abhängig sind.
Die Börsenkürse von Aktien können daher von den CFD Kursen derselben Aktie abweichen. Daher ist die Wahl eines seriösen CFD Brokers sehr wichtig.
CFD Long Position/Short Position: Eine Long Position bedeutet, dass auf steigende Kurse gesetzt wird. Eine Short Position hingegen bedeutet, dass auf fallende Kurse gesetzt wird.
Das bedeutet auch, dass der mögliche Gewinn bei Long Positionen unbegrenzt ist, bei Short Positionen aber nicht (Da Kurse im schlimmsten Fall auf 0 fallen können, Sie aber theoretisch unbegrenzt steigen können).
Bid-Kurs/Ask-Kurs: Der Bid-Kurs wird auch Geldkurs genannt uns ist niedriger als der Ask-Kurs, welcher auch Briefkurs genannt wird. Der Ask-Kurs bei CFDs ist jener Kurs, den Sie beim Kauf bezahlen müssen.
Der Bid-Kurs hingegen ist jener Kurs, den Sie bei einem Verkauf bekommen würden. Bei Long Positionen (=Kauf) müssen Sie also den Ask-Kurs bezahlen. Bei Short Positionen (=Verkauf) müssen Sie den Bid-Kurs bezahlen.
Spread: Die Differenz von Bid-Kurs und Ask-Kurs nennt man Spread. Im CFD Handel ist der Spread meist die Spanne, die der CFD Broker für jeden Trade verdient. Je höher also der Spread, desto mehr verdient der CFD Broker.
Somit muss bei jeder eröffneten CFD Positionen zunächst der Spread verdient werden, bevor man in die Gewinnzone kommt.
Leverage/Hebel: Wie Sie bereits gelernt haben, ist der Leverage/Hebel einer der wesentlichsten Faktoren des CFD Handels – und damit auch beim CFD Trading lernen. Damit ist es nämlich möglich, bereits mit geringen Summen an eingezahltem Kapital große CFD Transaktionen zu tätigen.
- Ein Hebel von 20 bedeutet beispielsweise, dass Sie mit 500 Euro Eigenkapital bereits eine CFD Order von etwa 10.000 Euro tätigen können.
- 9.500 Euro sind dabei Fremdkapital (Leverage) und 500 Euro Eigenkapital.
Handelsstrategien zum CFD Trading lernen
In diversen Fachbüchern wird hauptsächlich zwischen 3 verschiedenen Strategien unterschieden:
Trendfolgestrategien: Trendfolgestrategien gehen nach dem Prinzip „The Trend is your friend“ vor. Dabei wird versucht, CFD Positionen in Richtung des vorherrschenden Trends (steigender Markt oder fallender Markt) zu handeln.
Um den Trend eines Marktes festzustellen, werden oftmals gleitende Durchschnitte der Kurse herangezogen. Diese Durchschnitte sind bei jedem CFD Broker fester Bestandteil in der Trading Software.
Generell gilt folgende Grundregel:
Einen Trend bestimmt man in der Regel mit einem kurzfristigen und einen längerfristigen gleitenden Durchschnitt. Kreuzt der kurzfristige Durchschnitt den längerfristigen Durchschnitt nach oben, so zeigt dies einen steigenden Trend an.
Kreuzt der kurzfristige Durchschnitt den längerfristigen Durchschnitt aber nach unten, so zeigt dies einen fallenden Trend an.
Contra-Trendstrategien: Contra-Trendstrategien sind genau das Gegenteil von Trendfolgestrategien. Sie beruhen auf dem Prinzip, dass alle Kurstrends irgendwann zu Ende gehen und eine kräftige Gegenbewegung stattfindet.
Eine Position wird dann entsprechend der erhofften Gegenbewegung eröffnet. Hauptsächlich werden dafür oszillierende Indikatoren wie der RSI (Relative Stärke Indikator) eingesetzt.
Event-Strategien: Weiters beliebt beim CFD Handel sind sogenannte Event-Strategien. Dabei wird versucht, auf Basis eines erwarteten oder unerwarteten Ereignisses eine entsprechende CFD Position zu eröffnen. Wichtig dabei ist, dass diese Ereignisse unbedingt marktbewegend sein sollten.
Dazu zählen beispielsweise:
- Notenbanksitzungen,
- Veröffentlichung von Geschäftsberichten,
- Pressekonferenzen oder wichtige Ad-Hoc News Meldungen.
Während dieser wichtigen Veröffentlichungen schwankt der Markt häufig sehr stark, und genau das erhoffen sich die Event-Trader.
Zu Beginn Ihrer CFD Trading Karriere bzw. zum CFD Trading lernen ist diese Strategie allerdings häufig nicht geeignet, da Stopp-Losses und damit Verluste aufgrund der höheren Marktschwankung sehr schnell ausgelöst werden können.
Nähere Informationen zu den jeweiligen CFD-Strategien werden häufig direkt von den CFD Brokern kostenlos angeboten. Ein Vorzeigebeispiel diesbezüglich ist die IG Trading Strategy vom CFD Broker IG Markets.
Doch Vorsicht:
Der Gewinn und Verlust einer CFD Order wird ausschließlich vom Eigenkapital dazugezählt oder abgezogen. Wenn Sie also bei oben genannten Beispiel 5% Gewinn machen, so haben Sie nach der Order insgesamt 1.000 Euro am Konto (500 Euro eingezahltes Kapital + 500 Euro Gewinn aus der Order).
Wenn Sie aber 5% Verlust machen, ist ihr Konto auf 0 und sie müssen erneut eine Einzahlung tätigen. Der Hebel bei CFDs ist daher zugleich Fluch und Segen. Genau darum ist es wichtig, die oben genannten Tipps genau einzuhalten.
Margin: Margin ist jener Eigenkapital-Betrag, der für eine CFD-Transaktion bereitgestellt werden muss. Wenn Sie oben genanntes Beispiel heranziehen, wäre die Margin für den DAX CFD Trade 500 Euro bzw. 10%. Gesamt-Order-Betrag abzüglich der Fremdkapital-Summe des Trades ist gleich das benötigte Eigenkapital bzw. die benötigte Margin. Diese kann im CFD Handel entweder absolut oder in Prozent angegeben werden.
Übernacht finanzierungskosten: Beim CFD Handel fallen dann Übernachtfinanzierungskosten an, wenn Sie mit Hebel arbeiten und die jeweilige Position über Nacht halten. Übernachtfinanzierungskosten sind demnach jene Kosten, die für die Bereitstellung des Fremdkapitals (=geliehenes Geld) vom CFD Broker verrechnet werden. Übernachtfinanzierungskosten sind daher je nach CFD Broker unterschiedlich.
Mit der Zeit werden Sie im CFD Handel aber lernen, dass sich die Kosten meist an den international gültigen Libor + einen Aufschlag orientieren.
Nachdem Sie in diesem kurzen Ratgeber die wichtigsten Tipps und Tricks über das CFD Trading gelernt haben, sind Sie bereit, erste Erfahrungen zu sammeln.
Unser Tipp zum Abschluss:
„Starten Sie mit einem Demokonto“. Diese sind bei allen Anbietern kostenlos und können dabei helfen, den für Sie besten CFD Broker auszuwählen. Wenn Sie weiter fortgeschritten sind, kann auch die Eröffnung von Konten bei mehreren CFD Brokern sinnvoll sein.
Denn wie Sie in diesem CFD Broker Test lesen können, hat jeder CFD Broker ein gewisses Spezialgebiet. Und idealerweise passt das Spezialgebiet des CFD Brokers mit Ihren Intentionen und Vorstellungen überein.